The 69 Eyes, Maryslim, Wednesday 13


14.04.2007 Reithalle Dresden

Nach einer längeren Pause meinerseits, was Konzerte betrifft, kündigte sich endlich wieder eines an, und dann gleich noch ein explosives Finnisch – Amerikanisches Musikgemisch.

THE 69 Eyes und MARYSLIM aus Finnland hatten Mr. Skurill, Herrn Wednesday 13 himself (Ex-Murderdoll) mit im Gepäck, auf welchen ich, wenn ich ehrlich bin, am meisten gespannt war.

Den Abend eröffnete jedoch zunächst erst einmal MARYSLIM, welche auch gleich recht nett vom Dresdener Publikum empfangen wurden. Diese Band war absolutes Neuland für mich, und deshalb stand ich dem Ganzen vorurteilsfrei gegenüber. Die Spielfreude der Herren war auch sofort ungebremst und eine heftige Portion Rock wie man es aus finnischen Landen gewohnt ist, schmetterten die Jungs in die Halle des „Bunker“. In einer ganz eigene Mischung und Darbietung präsentierten die Rock’N’Roller ihre Songs , doch die erste Euphorie des Publikums war dann doch leider ein wenig nach ein paar Songs verloren gegangen.

Nichts desto trotz versuchten MARYSLIM Stimmung zu verbreiten, und den Anwesenden für die nächste Band einzuheizen.

WEDNESDAY 13 kam nun nach kurzer Umbaupause zum Zuge. Auch die Jungs aus den Staaten wurden euphorisch begrüßt, und diese Euphorie hielt dann doch etwas länger an als bei ihren Vorgängern. Schließlich waren so einige Fans der Formation angereist, was das eine oder andere T-Shirt der anwesenden Gäste verriet. Vom ersten Ton an griffen die Jungs von WEDNESDAY 13 ganz kräftig in die Saiten, schließlich hatten ja drei der Herren eine Klampfe dabei, und boten dem Dresdner Publikum einen gesunden Querschnitt durch das Debüt TRANSILVANIA 90210 & FANG BANG. Für skurile Texte und ein ebenso auffallendes Erscheinungsbild ist ja Mr. Wednesday schon von den Frankenstein Drug Queens und den MURDERDOLLS bekannt, und eine gewisse Gabe das Publikum zum „mitarbeiten“ zu animieren war nicht zu verleugnen. Die Stimmung im ersten Viertel des Bunkers war jedenfalls phantastisch und die Show welche die Jungs uns bot war ein Augen – und Ohrenschmaus, jedenfalls für diejenigen welche auf den punkig-metallischen Stil der Amerikaner stehen. Mit ner Menge Gitarrenpower versetzten die Mittwochs-Männer so manchen Besucher mit Songs wie I’M WALKED WITH A ZOMBIE, BAD THINGS, I WANT YOU DEAD und AMERICAN WEREWOLFS in musikalische Grusel-Stimmung. Selbst das MURDERDOLLS – Stück I LOVE TO SAY FU*** war mit am Start.

Da aber alles schöne bekanntlich viel zu schnell vorüber geht, mussten letztendlich auch WEDNESDAY 13 die Bühne verlassen und die Bretter frei machen für den Act des Abends. THE 69 EYES wurden schon aufs sehnlichste erwartet und nun sollten auch deren Fans ganz gewaltig auf ihre Kosten kommen. Nach und nach kamen die Herren EYES auf die Bühne und mit einem Male war im Bunker die Hölle los. Selbst in den letzten Reihen fand das große Erwachen statt und Jyrki wurde mit riesigem Getöse empfangen. Die kürzlich erschienene Platte „ANGELS“ wurde an diesem Abend präsentiert, aber auch Songs aus den älteren Alben wie „DEVILS“, „PARIS KILLS“ und „BLESSED BE“ fanden ihre Berechtigung. Natürlich vergaß Jyrki auch nicht seinen besonderen musikalischen Gruß an die anwesenden „Gothic Girls“ welcher kreischend von den selbigen erwidert wurde. Besonders glänzenden Einsatz zeigte natürlich wieder Jussi an seinem Schlagzeug, welcher wie gewohnt mit vollem Körpereinsatz sich an seinen Drums ausließ.

Letztendlich war für jeden beherzten Fan der Eyes etwas Passendes dabei, ob für die Liebhaber der älteren Werke oder die der neueren… Eines allerdings habe ich aufs sehnlichste vermisst, WASTING THE DAWN dürfte meines Erachtens bei keinem Liveauftritt vernachlässigt werden, fehlte an diesem Abend allerdings…

Für eine Zugabe ließen sich die Hellsinki Vampires noch einmal zurück auf die Bühne holen, mit BRANDON LEE und DEVILS wurde der Abend dann passend beendet und die schwarze Menschenmasse in die warme Nacht entlassen.

[Peggy]