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UNI Lichtenstein, 29.10.2005
Nachdem ich beim letzten WGT Herrn ASP und seine Mannen auf Grund zu
vieler Regenschirme, den just an dem Tag, als wir besagten Künstler
auf der Parkbühne beiwohnen wollten, regnete es in Strömen,
leider nur hören konnte, bekam ich an diesem Tag doch glatt noch
einmal die Chance, ASP fast vor meiner Haustür spielen zu sehen.
Na wenn das mal keine Entschädigung sein sollte, und regnen sollte
es definitiv diesmal auch nicht, da das „UNI“ ein netter
und gemütlicher und vor allem trockener Club ist ;)
Nun gut, ca. eine Stunde vorher trafen wir dort ein, und schon eine
ziemlich große schwarze Traube hatte sich vor dem „UNI“
eingefunden. Das Öffnen der Türen fand auch recht pünktlich
statt, drinnen angekommen suchte ich mir ein nettes Plätzchen,
von dem aus ich gut sehen konnte. Der doch etwas größere
Club füllte sich recht schnell, und als die erste Band des Abends
auf die Bühne treten sollte, war er schon recht voll geworden.
SEELENZORN, so nennen sich die drei netten singenden Jungs plus Musiker,
und ich konnte mir nicht so recht vorstellen, was nun auf mich zukommen
würde, da ich bisher noch nichts von dieser Formation gehört
habe. Weder von Konserve noch Live, also abwarten, lauschen und staunen…
So eröffneten die drei Goldkehlchen den Abend mit dem aggressiv
anmutenden Song „Töte alles“, welcher gleich zu Beginn
so richtig in die Beine ging. Zwei nett anzuschauende Tänzerinnen
schwangen ihre Hüften zum Takt der Musik, ob langsam oder rockend,
der Beat den die Jungs zu bieten hatten ging wahrhaftig in’s Blut!
So dauerte es auch gar nicht lange, bis man das anwesende Publikum so
richtig anheizte, und diese auch voller Begeisterung zeigten, was sie
von SEELENZORN hielten.
Da dieses Konzert in Lichtenstein das letzte der laufenden ASP - Tour
war, wurde sich natürlich auch brav bei jedem Mitwirkenden bedankt,
und jeder Song war irgendjemanden aus der großen Runde gewidmet.
SEELENZORN haben eine tolle Leistung geboten, musikalisch sowie was
die Show betrifft, und lieferten einen guten Support ab. Für alle
die auf aggressiv deutschsprachigen Rock stehen, sollten sich diesen
Namen merken.
Aber jetzt wurde es Zeit für den Meister des Abends, die Location
war nun auch bis in die hinteren Reihen dicht gefüllt, und ASP
wurde schon aufs sehnlichste erwartet. Mit tobenden Applaus wurde er
empfangen, als er nach schier unendlichen warten die Bühne betrat.
Ein gut gelaunter ASP beglückte nun das Publikum mit einer Songauswahl
von alt bis neu. Mit Songs wie „She wore shadows“ oder „Weltunter“,
„Stille der Nacht“ oder „Die Ballade vom kleinen Schmetterling“
brachte man die Leute bis in die hinteren Reihen zum tanzen und singen.
Aber auch Songs vom neuen Album, wie „Me“ durften nicht
fehlen. Selbst „Dancing“ vom ersten Album war dabei, so
durfte dem wahren ASP Fan an diesem Abend schier das Wasser in den Augen
gestanden haben, denn der Meister lies keine Wünsche offen. Nach
ca. 15 Songs verabschiedete sich zum ersten Mal von der Bühne,
auf welche die Jungs nach heftigsten Zugabe Rufen schnell wieder zurückkehren
sollten. Man meinte nur: „ …alles was bisher kam war geplant,
ab jetzt geht alles auf eure Kappe!“ Und endlich kam u.a. auch
der Song, auf welchen ich schon den ganzen Abend gewartet hatte, bei
„Und wir tanzten im Schnee vergangnes Jahr“ sang das Publikum
aus voller Kehle mit, das einem ganz mulmig zumute wurde. Der Meister
der dunklen Lyrics war sichtlich begeistert von diesem Wahnsinnspublikum,
welches in Lichtenstein anwesend war, und dankte es immer wieder gern.
Als man wiederum die Bühne verließ, und die Menge weiterhin
klatschte und rief „Wir wollen brennen, wir wollen brennen…“
kam man zum letzten Male auf die ach so bedeutenden Bretter um noch
einmal mit „Ich will brennen“ das UNI so richtig zum kochen
zu bringen. Zum Abschluss betraten alle Beteiligten des Abends noch
einmal die Bühne um sich vom noch immer im Trance befindenden Publikum
zu verabschieden, und die letzen Worte des schwarzen Meisters, bevor
nun endgültig alle die Bühne verließen, waren „Ihr
seid geil…!“
[Peggy] für goth-zine.de
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