DarkStorm Festival 2005

 

25.12.2005 Chemnitz Stadthalle

Endlich… wenn die Weihnachtszeit naht, so gibt es viele unter uns die nicht nur den Geschenken entgegenfiebern, sonder auch dem mittlerweile schon traditionell gewordenem DARKSTORM Festival, welches alljährlich an den Weihnachtsfeiertagen in Chemnitz und Berlin stattfindet. So hat auch Chemnitz am ersten Feiertag die Schwarzkittel aus ihren weihnachtlichen Gruften gelockt, um mit einem sehr interessanten Programm uns die besinnliche Zeit doch ein wenig aufregender zu gestalten.Auch dieses Jahr wurde wieder, wie das Jahr zuvor, die Stadthalle Chemnitz als eine wirklich sehr einladende Location gewählt.
Das Line up für Chemnitz konnte sich am 25.12. 2005 ebenfalls wirklich sehen lassen, so waren doch ausnahmslos namenhafte Größen für den Abend angekündigt.

Fast pünktlich um 16 Uhr wurden die Türen zum feiertäglichen schwarzen Spektakel geöffnet, so hatte man bis zum Auftritt der ersten Band noch ein wenig Zeit sich umzuschauen, bei den Merchandise- und anderen Ständen vorbeizuschauen, um vielleicht den einen oder anderen an Weihnachten eingeheimsten Euro auch dort zulassen, oder sich einen Drink zu genehmigen, denn auch für’s leibliche Wohl war zu vernünftigen Preisen gesorgt, so dass man sich doch rundherum wohl fühlen durfte.

Um 17.30 Uhr stand die erste Band auf dem Programm, LIMBOGOTT hatten die doch etwas undankbare Aufgabe den Abend zu eröffnen, jedoch zogen die Ausnahmemusiker schon eine ganze Menge an Zuschauern in den großen Saal. Diese begeisterten ihr Publikum mit ihrer außergewöhnlichen, bizarren Show und heizten schon mal kräftig ein, was auch gut gelang. Leider hatten die Jungs nicht all zuviel Zeit, so dass nach ca. 30 Minuten schon die Bühne frei gemacht werden musste für die LETZTE INSTANZ.Diese füllten den Saal auch schon bis fast in die hinteren Reihen, und ließen mit ihrer ausgelassenen Stimmung auch kein Bein mehr ruhig stehen.

Die einzige mir bis dato noch unbekannte Band, SILENT PAIN, hatte den kleinen Saal in Beschlag genommen und zog auch dort einige Zuschauer heran. Dafür dass ich gar nicht wusste was mich dort erwarten würde, überraschte diese Band mit kräftig deftigen Gitarrenrock, und bitte immer schön Basslastig…

ZERAPHINE gab’s für die Liebhaber der Berliner Band im großen Saal, welcher zu diesem Zeitpunkt natürlich sehr gut gefüllt war, hat die Band doch seit ihrer ausgedehnten Tour mit HIM und weiteren folgenden Touren eine große Anzahl von Fans hinzugewonnen. Und dies war im Laufe des Auftritts der Band um Mädchenschwarm Sven Friedrich nicht zu überhören.Nun aber zurück in den kleinen Saal, denn da waren STAUBKIND an der Reihe. Die Berliner Formation um TC Gitarrist Louis Manke waren dieses Jahr auch schon auf jedem wichtigen Festival zu sehen, so durften STAUBKIND natürlich auch heute Abend nicht fehlen. Der Erfolg der Band aus dem Hause Fear Section hat natürlich inzwischen die Runde gemacht, so war der kleine Saal ziemlich dicke gefüllt und die Fans in den ersten Reihen unterstützen den Frontmann auch sehr textsicher bei seinen Liedern. Eine bombastische Stimmung wie bei jedem STAUBKIND Konzert war auch hier an der Tagesordnung.

Inzwischen wurde im großen Saal die Bühne für den hohen Besuch aus Mexiko umgebaut, eine Freude und ein Muß für jeden anwesenden Elektro-Fan, HOCICO sollten nun in der nächsten knappen Stunde den Saal der Stadthalle mit ihrem Hardcore - Electro zum kochen bringen. Eine Menge Fans der Mexikaner waren angereist, wie schon im Vorfeld die zahlreich getragenen HOCICO Band Shirts vermuten ließen, und die Vermutung bestätigte sich als das Duo die Bühne betrat. Mit tobendem Applaus und Jubel wurden die Jungs empfangen und im Laufe ihres Sets unterstützt.

Nach HOCICO sollte es nun wieder ein wenig Gitarren- und Basslastiger zugehen, und GARDEN OF DELIGHT standen auf dem Programm. Was mich allerdings ein wenig irritierte war, dass nicht sehr viele Schwarzkittel den Weg zu den eindrucksvollen Düsterrockern gefunden haben, schade eigentlich, so boten GARDEN OF DELIGHT eine geniale Show mit dunklen Klängen der Extraklasse. Ich habe sie jedenfalls zufrieden genossen, bevor ich zum meinem eigentlichem, ganz persönlichen Höhepunkt des Abends wechselte.

GOETHES ERBEN waren nach Chemnitz gekommen, um uns ihre einmalig bizarr morbide Show zu präsentieren. An Kleidungsvielfalt fehlte es Herrn Henke nicht, so hatte er zu fast jedem Song sein passendes Jäckchen dabei, und präsentierte uns mit vollem Körpereinsatz, fesselnder Gestik und Mimik seine außergewöhnlichen Stücke. Natürlich auch alle anderen Musiker um Oswald Henke glänzten mit vollem Spieleinsatz. Im Programm waren Songs aus dem neuen Album genauso vertreten wie älteres, wobei diese von den anwesenden Fans natürlich kräftig mitgesungen wurden. GOETHES ERBEN gehören ohne Zweifel zu den Formationen die man entweder liebt oder hasst, wie man so schön sagt. Und eines muss man Oswald lassen, wer ihn, seine Musik und seine Show ins Herz geschlossen hat, die weiß er zu begeistern und zu faszinieren.

Leider verging die Zeit viel zu schnell und die letzte Band des Abends stand auf dem Programm, VNV NATION beehrten uns von der Insel, um den Abend elekronisch und mit vollendeter Stimmung ausklingen zu lassen. So heizte Ronan den Zuschauern noch mal so richtig ein und stürmte mit der uns bekannten Manier auf der Bühne auf und ab. So ging ein wunderbarer, abwechslungsreicher erster Weihnachtsfeiertag in Chemnitz zu Ende, welcher sicherlich keine Wünsche offen lies. Ein gut ausgewähltes Programm, man musste nichts verpassen, auf Grund der versetzten Spielzeiten und eine tolle Organisation, man kann nur sagen: alles passte …

Danke In Move auch dieses Jahr für dieses phantastische Weihnachten und bis zum DARKSTORM 2006!

www.inmove.de
www.darkstorm-festival.de

[Peggy]