Samsas Traum, Nachtmahr, Spiritual Front

 

21.09.2007 - DE - Glauchau, Alte Spinnerei

In der "Alten Spinnerei" im sächsischen Glauchau, gab es an diesem Abend ein kleines Aufgebot an Bands, welches unterschiedlicher nicht sein konnte.SAMSAS TRAUM war Deutschlandweit unterwegs um die Clubs unsicher zu machen, mit dabei NACHTMAHR, das Projekt von Thomas Rainer (La'Imortelle) und SPIRITUAL FRONT, ein ziemlich gegensätzliches Musikvergnügen.

Opener des Abneds war also NACHTMAHR, und ich war doch schon ein wenig gespannt, was da wohl kommen mochte, da ich besagten Herren nun wirklich nur von La'immortelle her kannte. Ein recht militärisches Bühnenbild lies vermuten was letztendlich auch eintrat, NACHTMAHR kamen im Elektro-Industrial Stil daher und versuchten die Mnege mit harten Beats und dem Sound aus dem Apple anzuheizen, was nur teilweise bis gar nicht gelang. Ich muss zugeben, das Ganze ist sicherlich noch ausbaufähig, aber auch die sprech-singe Vocals vom Frontmann kamen nicht wirklich so rüber, wie man es sich von solch einer Band wünschen würde. Da tat zuguterletzt auch das strenge Outfit nix dazu, und das militärische Gehabe ebenfalls nicht.

Zweite Band des Abends, SPIRITUAL FRONT, warteten nun mit einer ganz anderen Musikrichtung auf. Es ging im Avarntgarde Stil weiter, die Akkustikgitarre übernahm das musikalische Zepter, und der Sänger der Band kam ab und an trotz sitzender Betätigung doch ganz schön aus sich raus.

Auch diesen Mannen viel es sichtlich schwer die anwesenden von ihrer Musik zu begeistern, in den ersten Reihen gelang es aber weiter nach hinten sah man in abwesende bis gelangweilte Gesichter, welche sich wohl die Wartezeit zum Hauptact nicht so lang vorgestellt hatten.

Aber jegliche Warterei hat ein Ende...irgendwann... und so auch an diesem Abend, als endlich Mastermind Alexander Kaschte mit Musikern die Bühne betrat. Und siehe da, auch die letzten Reihen erwachten aus dem Tiefschlaf und der herr wurde standesgemäß mit riesigem Applaus empfangen.

Gleich zum Anfang bemerkte man, dass SAMSAS TRAUM doch ne ganz schöne Note härter geworden ist, die Haare aller Mannen kreisten schon bei den ersten Takten in der Luft, und so kamen auch ältere Hits, wie "Zärtlichkeit der Verdammten", "Endstation Eden", "Stromausfall im Herzspital" um einiges heftiger ans Ohr als man es noch vom letzten Konzert gewohnt war.

Ich fand den neuen lauten Ton passend, vor allem auch zu den neuen Songs, welche uns Herr Kaschte schon vorab präsentierte.

SAMSAS TRAUM begeisterte jedenfalls auch den letzten Besucher der "Alten Spinnerei", die Leute tanzten, wirbelten ihre Köpfe umher und feierten die Formation, wie sie es bei diesem Auftritt auch nicht anders verdient hatten.

SAMSAS TRAUM ist immer ein Konzert wert, und immer ist es anders... in diesem Sinne

bis zum nächsten mal!

PG