Schock


Berlin K17, 10.06.2006

Gerade heute, wo doch Berlin zur Fussball WM überlagert sein würde von eben diesen Fans, machte ich mich auf den Weg in diese "Hölle", da ich mir doch SCHOCK, welche sich wohl keinen besseren Zeitpunkt aussuchen konnten, anschauen wollte. Drei Jahre versuchte ich schon die Jungs mal live sehen zu können, und nun hatte ich innerhalb weniger Tage gleich zwei Mal das vergnügen, hab ich mir doch natürlich auch den Gig in der Moritzbastei zum diesjährigen WGT angeschaut, welcher leider viel zu kurz war, da ja beim WGT bekanntlicherweise meist nicht so viel Zeit den Künstlern bleibt, um ihren Fans das alles zu geben, was diese doch gern sehen und hören möchten Um so mehr freute ich mich auf den heutigen "exclusiven Clubgig" in Berlin, zu welchem gerade mal 200 Tickets verkauft wurden.

Nun denn, in der Hauptstadt angekommen kam auch gleich die erste Hürde, meine gewohnte Strecke zum K17 war gesperrt, also schnell improvisiert und den inneren Stadtplan aktiviert, welcher auch bei Frauen ab und an recht gut Funktioniert. So fanden wir dann doch ohne große Umwege in benannte Location und hatten dort noch genügend Zeit uns erst mal von der Fahrt zu erholen.

Als erste Band des Abends enterten dann gegen 21.15 Uhr VOLKSTROTT die Bühne des K17, welche eine recht energiegeladene Show ihren zahlreich vorhandenen Fans boten. Mit ihrem Folkmetal brachten sie ganz schön Stimmung unters Volk, die Leute tanzten, hüpften und sangen textsicher die Songs ihrer Heros mit. Diese mir bis dato noch unbekannte Band hatte sichtlich auch nen riesen Spaß auf den Brettern des K17, so war dieser Gig doch ein geniales und gelungenes Heimspiel für die Berliner. Improvisieren konnten diese auch kurzer Hand, daran sollte sich so manche "große" Band mal nen Beispiel nehmen, als der Frontmann Probleme mit seiner akustikgitarre hatte, setzte man doch spontan zum musizieren mit Violine und dudelsack an, bis sich dann herausstellte, dass die Akustikgitarre dann wohl doch nicht mehr zum Einsatz kommen sollte.

Nachdem die Berliner dann nach einer kurzen Zugabe die Bühne räumten, war es auch Zeit für SCHOCK. Das Publikum wechselte zusehends, nun kamen die Fans der zweiten Formation zu ihrem Recht und sich durften kräftig beteiligen.

Alle Musiker in Stellung gebracht, rockten SCHOCK auch gleich mit dem Song TANZ so richtig heftig los, und Frontmann Michael untermalte dies wieder recht charismatisch mit vollem Körpereinsatz. Voller Power reihte sich ein Song an den anderen, fast ohne Pause gab es EUER KRIEG, GOTT MENSCH, ERWACHT, GUTE NACHT und fast auch alles andere aus den beiden Alben zu hören. Dem Publikum sichtlich die meisten Songs auch textlich bekannt, trällerten auch sie fleißig mit. Mit FÜHRE MEINE HAND und WARE FLEISCH rastete dann wohl das vorwiedgend weibliche Publikum total aus. Verständlich, wenn man die Performence des Frauenschwarms zu diesen Songs schon mal gesehen hat ... Überhaupt steckt in SCHOCK live solch eine geballte Ladung Düsterrock, dass es nur so kracht. Dies gepaart mit der einzigartigen emotionsgeladenen Darbietung der Songs und Stimmenvielfalt Michaels, das geht heftig unter die Haut! Jedenfalls beherrscht es besagter Herr einzigartig mit Ausstrahlung und Stimme das Publikum in seinen Bann zu ziehen, und sich selbst voll und ganz in den Songs zu verlieren.

Zwei neue Songs gab es auch zu hören, mit der Bemerkung, das denn evtl. bis Ende des Jahres ein neues Album erscheinen könnte, wenn man es denn schafft. Na wir werden gespannt warten...

Als nach WARE FLEISCH dieses phantastische Konzert beendet sein sollte, gab es dann doch noch eine kleine Zugabe in Form von zwei Songs zu hören. ES war dann allerdings wirklich der letzte Song des Abends, und die Jungs wurden applaudierend verabschiedet.

Langsam liesen wir den Abend noch ausklingen, bevor wir dann die 300 km Heimweg antraten...

Fazit:

- Berlin rockt immer wieder
- nicht nur das Wetter kann daran schuld sein, wenn einem Heiß wird

www.k17.de
www.schockline.de

[Peggy]