| Staubkind
- Trümmerwelten |
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Moritzbastei Leipzig 31.10.2005 Heute sollte es nach Leipzig gehen, wo sich STAUBKIND wieder einmal die Ehre erweisen werden. Noch gut kann ich mich an Louis’ erstes STAUBKIND - Konzert in Dresden letztes Jahr erinnern, und auch an die Tour im letzten Herbst. Und trotz dass ich die Band aus dem Hause Fear Section schon sechsmal gesehen habe, war ich auf das siebte Male gespannt, denn man entwickelt sich ja bekanntermaßen weiter. Doch bevor ich sehen und hören durfte wie sich nun STAUBKIND so im Laufe der Zeit gemacht haben, waren erst ein Mal TRÜMMERWELTEN am Start. Die Oldenburger Electroformation um den androgynen Frontmann Arne habe ich zwar auch schon einmal bewundern dürfen, ich freute mich allerdings auch besonders auf sie, da TRÜMMERWELTEN mit neuem Albummaterial auf Tour sein würden. Nun gut, die Moritzbastei war voll wie immer, wenn STAUBKIND dort auftreten,
und so wurde es auch schnell recht kuschelig und eng, aber das stört
ja einen harten Konzertgänger nicht, also nix wie los, guten Platz
gesucht und es durfte losgehen. Sängerin Katharina übernahm
mit einem Song vom neuen Album „Optimiertes Leiden“, und
ihrer recht beeindruckenden Stimme zusammen mit Gitarrist Daisy, die
Eröffnung des Abends, bevor zum zweiten dann auch Arne auf die
Bretter trat, die die Welt bedeuten. Anfangs hatten es die Trümmerweltler
etwas schwer, das Publikum zum Bewegen und mitmachen zu bringen, jedoch
nach und nach tauten die Schwarzkittel auf und gaben dem Frontmann was
er wollte. TRÜMMERWELTEN boten im Laufe des Abends eine Auswahl
an Songs der ersten beiden Alben, gut gemischt mit ihrem neuen Material.
Der Applaus wurde mit der Zeit auch immer heftiger, so dass Arne nach
dem Song „I AM NOTHING“ doch glatt zu Tränen gerührt
war, als das Publikum mit tosendem Applaus auf seine Aussage „Zeigt
mir das ich nicht Nichts bin“ reagierte. …kurzer Umbau, immer weniger Freiraum, das war dann wohl das
Zeichen, dass das Warten ein Ende haben sollte. Das Intro wie gehabt
„…fang dir deine Träume“ und ab ging die Post.
Hier lies sich weder das Publikum noch die Musiker lange bitten, beide
liefen schon zu den ersten Tönen auf Hochform auf, bevor Louis
die Bühne betrat. Aber als der kleine smarte Typ, dem man kaum
solch eine bombastische Stimme zutraut, auf die Bühne kam, war
keiner mehr zu bremsen. Man feierte STAUBKIND von der ersten bis zur
letzen Minute, es wurde gesungen, getanzt, gehüpft… Alle
Songs des aktuellen Albums wurden gespielt, so war alles dabei, von
„Keine Sonne“ bis hin zu „Stille Tränen“
oder „Komm zu mir …“, es fehlte kein Song. Auch die
neuen Songs der gerade erschienen Single kamen zu ihrem Recht, und die
Fans konnten natürlich auch da schon kräftig mitträllern.
Zu „Schlaflied“, welches Louis besonders am Herzen liegt,
war auch Ulli (mittlerweile Sängerin bei Blutengel) der Einladung
gefolgt, den Song gemeinsam mit Louis zu singen. Natürlich hatte
der gute Louis auch zu fast jedem anderen Song so seine Geschichte zu
erzählen, so dass er sehr gesprächig gestimmt war, und das
Publikum so immer eine kleine Verschnaufpause bekam. Ganz stolz verkündete
er nun auch, das er jemanden ganz besonderes noch einmal dazu überreden
konnte, mit ihm zusammen auf der Bühne zu stehen, um den Song zu
interpretieren, welchen sie einst zusammen geschrieben hatten. Natürlich
wusste jeder eingefleischte STAUBKIND Fan, dass jetzt Herr Pohl höchstpersönlich
auf die Bühne kommen würde, woran aber schon kaum einer mehr
glaubte. Und tatsächlich, Meister Pohl kam stolzen Schrittes daher
um den gleichnamigen Song „Staubkind“ mit Louis zu trällern
(natürlich wieder mal nicht ohne Spickzettel ;) ) und man sah ringsum
glückliche Gesichter. Fazit: STAUBKIND sind in dieser Zeit noch professioneller und besser geworden, auch das siebte Konzert hat sich gelohnt, und TRÜMMERWELTEN waren auch ein augen- und Ohrenschmaus. [Peggy] |