Untoten

 

Support: Monoblock
Leipzig “Hellraiser” 27.03.2005

Heute Abend standen für mich die UNTOTEN auf dem Programm. Bisher habe ich Greta & David einmal auf der Bühne erleben dürfen, und das war auf dem WGT 2004. Nach diesem Konzerterlebnis war ich so fasziniert von den beiden Berlinern, dass ich sie unbedingt noch einmal live sehen musste, und heute Abend war die große Chance, nachdem ich schon zwei mal darauf verzichten musste.

Im „Hellraiser“ angekommen, waren schon vereinzelte Schwarzkittel zu sehen, aber der Andrang hielt sich noch in Grenzen. Das Konzert fand im kleineren Saal satt, wo wohl schätzungsweise nicht mehr als 100 Leutchen reinpassen sollten.
So langsam füllte sich die kleine Räumlichkeit, aber so richtig voll schien es wohl doch nicht zu werden, was mich eigentlich verwunderte. Aber das kann sich ja noch ändern...

Gegen 21.30 Uhr gaben sich allerdings erst einmal „MONOBLOCK“ die Ehre, eine Formation aus dem Chemnitzer Raum, genauer gesagt aus Meerane. Auf der Bühne wurde es nun richtig eng, denn sechs Leute mussten nun mit dem geringen Platz der Hellraiser - Bühne auskommen. Und es wurde auch richtig laut für die nächste knappe dreiviertel Stunde. German Gothic Metal stand auf dem Programm, laut und düster dröhnte es aus den Boxen in die kleine Location. Die weibliche Stimme harmonierte recht gut mit dem aggressivem Gesang Christians. Man bediente sich der deutschen Sprache, was ich doch immer wieder sehr liebe. Der weibliche Gesang allerdings schien von Zeit zu Zeit ganz und gar unter zu gehen. Etwas mehr Power im weiblichen Part wäre angemessen gewesen. Ansonsten im großen und ganzen eine gute Show und eine Band die sicher seine Anhänger finden wird, und mal so richtig was zum headbangen ;)

Nach kurzer Umbaupause wurde es Zeit für die UNTOTEN. Ein gröhlen ging durch die Menge als Greta die Bühne betrat, ich dachte immer nur die kleinen Mädels kreischen bei ihren Stars, aber das nun auch die Jungs schon ....
Zwei Tänzerinnen begleiteten die Band die ganze Show über auf der Bühne.
Mit dem Opener des aktuellen Albums „Herrschaft der Vampire“ führten uns die UNTOTEN nun erst einmal in ihr Grabsteinland II. Die Menge tanzte und sang kräftig mit, alle schienen schier im Bann der Musik zu schweben. Die gute Laune welche Greta mit auf die Bühne brachte sprang regelrecht auf’s Publikum über. Diese Frau verstand es ihre Fans anzuheizen, vor allem die männlichen. Songs wie „Raben“ , „Abdomination“ oder „Alexanderplatz“ brachten auch den letzten Besucher im Laufe des Konzertes zum bewegen. Der letzte Grabsteinland II Song sollte die wunderschöne Ballade „Als ich unter Wölfen schlief“ sein, danach ging es mit ältern Stücken weiter. Wie eben schon erwähnt, wurden diese dankend und applaudierend von den Fans aufgenommen. In dieser kleinen Location, welche nun wirklich nicht gerade zum zerbersten gefüllt war, kam eine Stimmung hoch als wären Hunderte Leute anwesend, faszinierend und bewegend zugleich. David tat natürlich auch sein bestes an seiner Gitarre, jedoch „verschwand“ er meines Erachtens ein wenig hinter Greta’s Temperament. Aber wie sagt man so schön, Anwesenheit zählt ;)
Nach etwa 90 Minuten verabschiedeten sich die UNTOTEN, um wohl wieder unter den lebenden zu verweilen, das Publikum wollte allerdings mehr hören. So gab man sich noch einmal die Ehre, mit der kleinen Ausrede, draußen wäre es eh zu kalt;) Das Leipziger Publikum kam nun in den Genuss schon vorab einen Song vom kommenden Album zu hören. Ein recht ruhiges Stück, welches natürlich die gewohnte Schwärze und Tiefe der UNTOTEN wieder beinhaltete und wiedergab. Nach dieser Zugabe sollte nun der Abend doch sein Ende erreicht haben, jedenfalls was das Konzert betraf. Man verabschiedete sich und die UNTOTEN verschwanden zurück in ihr Grabsteinland.

Fazit: Ein Konzert wie es schwärzer von Text und Klang nicht sein kann, allerdings immer mit dem Gewissen Schuss an Humor und Lebensgeist, wenn auch schon UNTOT ...

[Peggy]