MAROON

 

Vom langweiligen Touralltag und apokalyptischen Endzeit Gedanken

Letztes Wochenende (21.01.2006) war für mich etwas Besonderes, nicht nur dass ich endlich zum ersten Male SAMAEL live sehen sollte, nein… ich bekam auch noch die Gelegenheit MAROON, eine Band aus Nordhausen, welche ziemlich „heavy“ drauf ist und ebenfalls natürlich an dem Abend live zu  bewundern waren, zu interviewen. Im Gespräch mit Frontmann Andre, welcher mir gut gelaunt und sehr ausgiebig Rede und Antwort stand, gab es so einiges interessantes über die Tour, die Vergangenheit und nicht zuletzt über die Zukunftspläne zu erfahren…

Peggy:
Da ich mir ziemlich sicher bin, das es einige Leser unseres Magazins gibt, die noch nichts von euch gehört haben, sei doch bitte so nett, und stelle doch eure Band kurz vor. 

Andre:
Wir sind MAROON aus dem Osten, genau genommen aus Nordhausen im Harz. Ich bin Andre, der Sänger der Band (… was man so „Sänger“ nennen kann, legte Andre mit einem lachen nach) dann gibt’s den Tom, der spielt Bass und er ist mein Bruder, dann gibt es zwei mal einen Sebastian auch jeweils an der Gitarre und den Nick, welcher unser Schlagzeuger ist.
Uns gibt es inzwischen seit 8 Jahren, und das jetzt mit doch immer weiter wachsendem Erfolg, vor allem in den letzten drei Jahren.

Peggy:
Da ihr euch ja momentan mitten auf eurer Europa Tour befindet, möchte ich natürlich zuerst darauf eingehen. Ein kurzes Fazit, wie läuft es? Wie sind die Publikumsreaktionen, seid ihr zufrieden?

Andre:
(mit strahlendem Gesicht) Einwandfrei, sehr gut sogar, jedenfalls für uns. Ich würde fast sagen, besser als für SAMAEL, die wohl bei den extremen Death Metallern nicht so gut ankommen, weil sie halt doch ein bisschen andere Musik machen, mit mehr Elektronik Einflüssen usw. Ich finde sie total super und schau sie mir auch jeden Abend an, aber sie sind halt eher die Exoten auf dieser Tour.
Wir klingen mit MAROON halt doch eher mehr in die death- metallische Richtung und kommen daher wohl auch ein bisschen besser an, glaube ich. SAMAEL haben natürlich ihre alten Fans noch dabei, welche ihnen auch die Treue halten.
Wir verstehen uns auch super gut mit beiden Bands, es war von vornherein ein ziemlich gutes familiäres Verhältnis. Wir haben unseren eigenen Nightliner, und haben daher auch sozusagen unsere Ruhe (der andere Bus ist mit 17 Personen besetzt - Anm. von Andre).

Peggy:
Die Reaktionen des Publikums, sind die im Ausland anders als hier?

Andre:Ja, auf jeden Fall! …. Wir haben zwar überwiegend einen guten bis sehr guten Status in Deutschland, da wir natürlich die meisten Shows auch bisher hier gespielt haben, aber gerade Frankreich, wo wir letztens auf Tour waren, und jetzt wieder dahin zurückgekehrt sind, das ist phänomenal. Es waren die besten Shows bis jetzt, die wir gespielt haben, wenn auch Frankreich nicht gerade mein Land ist. Die Leute da sind ein wenig ignorant in Sachen Sprache z.B. man kann sich mit keinem unterhalten, keiner will deutsch oder englisch sprechen, müssen sie ja auch nicht… Aber von den Reaktionen her ist es halt bis jetzt das beste Publikum.


Die Deutschland Shows: Frankfurt war sehr gut, Hamburg und Berlin etwas zurückhaltender, die kühlen Nordlichter halt, und Berlin ist zur Zeit auch ein bisschen unterkühlt, ich weiß nicht warum…
Gestern waren wir in Losheim, im Saarland, so mitten im Nichts, nur Wald, das war ausverkauft, es war eine riesige Bude und eine Megashow für uns, die beste Deutschland Show der Tour soweit.

Peggy:
Gibt es denn in der Vergangenheit eine Show, die euch besonders in Erinnerung geblieben ist?

Andre:
Ja, also WITH FULL FORCE ist immer solch ein beeindruckendes Festival für sich, da spielt man mit einem Schlag vor zehntausend Leuten, oder das Groezrock Festival in Belgien ist ein großes Hardcore-, Punk-, Metal Festival mit ca. 15 000 Besuchern.
Auf der anderen Seite spielen wir dann aber auch gerne kleine Shows, wie vor kurzem in Bischofswerda, in einem ganz kleinen Club. Der war restlos ausverkauft und da waren zum Teil auch Leute, die man schon an die 10 Jahre kennt. Es war so ne richtig geile Energie Show, mit Boxen umfallen und so, super…

Peggy:
Das kann man ja auch irgendwie gar nicht miteinender vergleichen.

Andre:
Ja, genau, das ist natürlich das komplette Gegenteil.
Wir sind eben eine Live Band und wollen spielen, überall und immer, egal ob die Bühne so groß ist wie der Ganze Club, wo man am Vorabend vielleicht war. Natürlich bleiben auch immer irgendwelche Sachen besonders hängen, wie zum Beispiel als wir mit Hatebreed auf Tour waren, also Bands die wir selber auch mögen. Und diese laden ja nun auf Touren ein, auch OBITUARY… man sagt da natürlich nicht nur einfach so „klar, fahren wir mal mit“… nein, das haut einen dann schon ziemlich aus den Socken.

Peggy:
Gibt’s denn da überhaupt noch eine Band, so ganz im Geheimen, für die ihr eure Seele verkaufen würdet, um mit denen mal auf Tour zu gehen?

Andre:
RAMMSTEIN!!!!
Ganz untypisch für uns, aber wir sind alle in der Band super RAMMSTEIN Fans, von Anfang an, ich habe zum Beispiel die zweite RAMMSTEIN Show überhaupt gesehen, die sie damals gespielt haben.
Natürlich gibt’s da auch noch andere Bands, wie Metalica oder Iron Maiden, aber das würde wohl jeder hier sagen.
RAMMSTEIN wäre sicher eine geile Sache.

Peggy:
Wenn man so viel unterwegs ist wie ihr, wie sieht denn dann so der Alltag aus? Beschreib mir doch mal so nen Tag „On The Road“…

Andre:
Es ist eigentlich ziemlich langweilig, man ist den ganzen Tag, wie du uns jetzt erwischt hast (ja, wegen mir mussten die Jungs doch wirklich ihren langweiligen Touralltag unterbrechen ;)) ,wirklich nur dabei DVD zu schauen, Musik zu hören und warten bis der Soundcheck anfängt, dann spielt man die Show, das ist ne Stunde am Tag, dann noch duschen, SAMAEL und OBITUARY anschauen, bisschen rumhängen, man trifft Freunde, trinkt was, dann geht’s wieder zurück in den Bus, der Busfahrer steht dann auf und fährt los, und wir sitzen wieder hier und gucken wieder DVD oder unterhalten uns über die Show.

Peggy:
Und geht ihr euch da nicht gegenseitig auf die Nerven oder so, wenn ihr immer und überall zusammen seid?

Andre:
Da muss man natürlich sehr aufpassen, aber wir sind alle sehr gute Freunde, zum Glück, und sind so wie wir jetzt sind, schon seit Jahren zusammen.
Wenn man mal Zeit hat, wie in Paris oder London zum Beispiel, und zeitig genug da ist, schaut man sich auch mal alleine die Stadt an, das ist schon auch mal gut.
Es ist eben nicht ganz so „großartig“ wie man sich das immer vorstellt, die meiste Zeit besteht aus warten…

Peggy:
So, kommen wir mal auf eure Musik zu sprechen, euch gibt es jetzt seit 1998, ihr habt zwei offizielle Alben und eine Mini CD herausgebracht, das letzte Album  „Endorsed By Hate“ hab ich mir mal genauer angehört und mir die Texte angeschaut. Es ist ja alles ziemlich hart und textlich wollt ihr ja schon fast die Apokalypse heraufbeschwören, alles klingt so böse und düster.

Andre:
Na ja, wir beschwören sie nicht herauf, aber wir stellen dar, wir sagen ganz klar, wenn es so weiter geht, wenn der „Virus“ Mensch so weiter agiert auf der Erde, in welche Richtung auch immer, ob gegen sich selbst, gegen Tiere, Umwelt usw., ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dieser Planet hier in Luft auflöst und es zu dem großen Knall kommt.
Wir stellen es sehr bildhaft dar, und dass uns das alles nicht gefällt ist ja auch klar, denn wir wollen ja auch noch hier Leben.
Gerade wir (die Bandmitglieder) schätzen auch sehr die Natur usw. Und da wir da nicht zuschauen wollen sagen wir als Band, okay… wir haben die Bühne als Plattform, da kann man auch mal was sagen, was nicht immer nur um Bier trinken, und Mädels macht euch nackig -texte geht. Wenn man schon mal die Gelegenheit hat vor tausenden Leuten sich zu äußern, sollte man diese Chance im Leben nutzen, denn wer hat die schon großartig. Die Leute sollen ruhig mitbekommen, dass wir eine Band sind, die was zu sagen hat…

Peggy:
Ist denn euer Publikum so, dass sie sich mit den Texten auseinandersetzen?  Ich habe schon vielmals mitbekommen, dass manche Leute einfach nur zu faul sind, und das gar nicht wollen. Die wollen nur abfeiern und Party machen…natürlich nicht alle, aber es werden immer mehr, wie ich finde. Ich kann es nur von der Gothic-Szene her beurteilen, was ich da bisher so gesehen und gehört habe.

Andre:
Solche gibt es natürlich bei uns auch, da sind welche jahrelang unsere Freunde oder Fans, und ich glaube die wissen nicht mal was wir singen, die wissen es vielleicht grob, vom CD hören, was sie so verstehen, aber Texte lesen die sicher nicht.
Aber in der Gothic Szene gibt es da sicher sehr viele, die sich da nen Kopf drüber machen. Ich bin ja eigentlich auch eher in dieser Szene unterwegs, als in der Metal- oder Hardcore Szene. Immerhin habe ich vor 17 Jahren dort angefangen.

Peggy:
Also setzt ihr euch sozusagen mit den alltäglichen Problemen der Menschheit auseinander, um noch mal auf die Lyrics zurückzukommen…

Andre:
Genau, und zeigen es halt ganz klipp und klar, ohne Verschönerung, im Gegenteil, wir überspitzen ein bisschen um zu provozieren und zeigen der Gesellschaft den Spiegel um zu sagen „schaut es euch an, es keine Fantasie, sondern das ist genau das, was ihr jeden Tag fabriziert“  Aber wir sagen nicht nur „ihr“… das ist auch ganz wichtig, wir sprechen immer in der „wir“ Form, denn nur weil wir vegan leben, heißt es nicht, das wir frei von jeglicher Schuld sind, wir fliegen mit dem Flugzeug um auf die Touren zu gelangen, fahren Busse, verbrauchen hunderte von Litern Sprit, verpesten die Umwelt… es ist ganz einfach so. Man ist ein großes Stück in einem Zahnrad und versuchen halt ein bisschen so weit es geht, entgegenzuwirken.

Peggy:
Wie sieht’s aus mit Politik? Fließt das auch mir ein?

Andre:
Ja, natürlich, wenn wir selber auch nicht so sehr in Sachen Politik arrangiert sind. Aber man hat automatisch damit zu tun, wenn man sich ein bisschen mit dem Alltagsgeschehen auseinandersetzt.
Wir würden nicht sagen, das wir eine linksradikale, oder eine Band die sich für Institutionen und Parteien arrangieren würde, sind… im Gegenteil, wir sagen man sollte sich autonom bewegen, sich ein eigenes Bild machen vom Leben und das auch vertreten.
Dann kommt es auch immer wieder zu Kontroversen, von den extrem Linken werden wir als Nazis beschimpft, weil wir so hardline vegan drauf sind und da auch rigoros unsere Meinung sagen und von der rechten werden wir als Kommunisten beschimpft weil wir halt mal gesagt haben, dass wir keine Nazis auf unserer Show haben wollen. Das sind auch Statements, die werden wir nicht zurücknehmen. Da ist man dann irgendwo in der Mitte drin, von jeder Seite bekommt man ein bisschen Beschuss, aber das gefällt mir so ganz gut.

Peggy:
2004 habt ihr euch für Century Media Records entschieden, oder eher sie für euch?

Andre:
Ja, eher wohl die für uns… und wir uns im Endeffekt auch für sie.
Ich glaube die haben uns wohl damals auf einem Festival gesehen, da waren wir noch bei einem kleineren, wenn auch schon führenden Hardcore Label unter Vertrag. Sie haben uns auf dem Festival auftreten sehen, und waren wohl super begeistert glaube ich, von unserer live Performance. Sie kannten unsere CD’s auch zu derzeit schon, vor allem die „Endorse by Hate“ Platte, welche ja auch sehr erfolgreich war, auch von den Verkaufszahlen her. Ja, und da sind die nun extra dahin gekommen uns haben sich die Show angeguckt, und das gute daran war, zu der Zeit haben gerade einige große Labels bei uns angeklopft, was natürlich eine super Verhandlungsbasis für uns war. Century Media haben dann das Beste Angebot gemacht, es ist auch ein sehr, sehr freundlicher Kontakt, von vornherein sehr familiär…
Okay, auch die anderen Firmen waren sehr nett und freundlich, und das hat einem schon geschmeichelt, wenn solche großen Firmen, die sonst Bands wie TIAMAT, SENTENCED oder NAPALM DEATH unter Vertrag haben, jetzt uns, eine Band vom Dorf im Osten, die eigentlich nur Musik machen wollten weil sie Spaß dran hatten vor 10 Jahren, fragen ob wir nicht einen richtigen Plattenvertrag mit allem drum und dran unterschreiben wollten.
Ja, und das ist natürlich ein super Gefühl, wir haben uns dann halt für Cetury Media entschieden, und ich glaube das ist auch vom Spektrum her die Firma die am besten zu uns passt.

Peggy:
Im März kommt das nächste Album, es wird „When Worlds Collide“ heißen, welche Welten werden denn da kollidieren?

Andre:
Ja, endlich kommt das neue Album!
Nun gut, wie soll man das jetzt sagen, der Titel passt halt wirklich zu allem, musikalisch kollidieren halt wieder beide Welten, die melodiöse Metal- Welt und diese brutale Hardcore – Welt, die es auch schon auf der „Endorse by Hate“ gibt, diese beiden Spitzen haben sich dann noch mal bisschen mehr herausgeprägt. Dann kommt auch vermehrt Keyboardeinsatz dazu, es ist an manchen Stellen ein sehr ruhiges Album geworden, was sicher kaum einer von uns erwartet, bzw. wo keiner denkt, dass wir auch so in die Richtung ticken.

Peggy:
Ist das die musikalische Überraschung, von der ich letztens in einem anderen Interview gelesen habe?

Andre:
Die musikalische Überraschung ist auch noch, dass wir Gäste haben von einigen anderen Bands, von NAPALM DEATH zum Beispiel.
Es wird auch einen Instrumentalsong geben der sieben Minuten lang ist und der einfach ein atmosphärischer Song ist, es ist nicht mal mehr Metal…man muss es sich einfach anhören.
Auch lyrisch platzt wieder alles auseinander, unsere apokalyptischen Endzeit Gedanken kommen  zu Songs über Kriegsgeschehen, welche mein Bruder geschrieben hat. Im Moment wird ja wieder mal vermehrt Krieg „gespielt“ und das hat ihn ziemlich beschäftigt.
Ich habe in Sachen Lyrics auch einmal anderes Ufer betreten, mal weg von Politik und Veganismus, habe ich zwei Texte geschrieben die wir so noch nicht hatten. Z.B. in einem Song geht’s um eine alte Beschwörungsformel, eine mystisch-satanistische Sache... nun gut, nicht wirklich satanistisch, aber eine ganz alte wahre Begebenheit, wo man Kinder opfert um die totale Finsternis zu verhindern, ich habe ein Buch darüber gelesen, und fand es sehr sehr gut.
Ja, es gibt natürlich auch ein neues Cover Artwork, von einem Mann aus Amerika .(den Namen habe ich leider nicht verstanden. . sorry  Andre) der auch MASTODON gemacht hat, das ist nun auch wiederum ein ganz anderes Artwork, was man von uns sicher nicht erwarten wird. Wir mögen es, Sachen zu verändern und heraufzuprovozieren.

Peggy:
Gibt’s denn auch schon was live zu hören von dem neuen Material?

Andre:
Ja, wir werden heute Abend wieder einen Song vom neuen Album live spielen, den testen wir schon die ganze Tour über an.

Peggy:
Nun mal zu einem anderen Thema.. das große Wort ERFOLG, was bedeutet es für euch, wo geht Erfolg für euch los? Ich habe schon öfters antworten gehört, wie „Erfolg ist eher nebensächlich für mich, ich mache das aus Spaß“, was ich aber keinem Künstler so recht abnehmen mag.

Andre:
Stimmt, das ist immer leicht daher gesagt, aber wenn man wirklich 10 Jahre lang im Probenraum ist, will man natürlich auch was erreichen. Allerdings, wenn dann beim Konzert nur zwei Leute vor der Bühne sind, die meine Texte mitsingen können, dann ist das auch schon eine Art Erfolg für mich als Texter. Wenn Leute auf eine Show kommen wo wir auch spielen, und die halt sagen „ich bin nur wegen euch hier“ und dann noch zwei T-Shirts kaufen, ist das auch Erfolg. Einfach die Anerkennung von Leuten die sagen „Hey, Top!“ und wenn das nur  5  sind ist das genauso gut als wenn’s 50 000 sind. Natürlich ist dann bei 50 000 der nächste Schritt erreicht. Wir  als Band müssen uns verstehen, wollen weiterhin zusammenarbeiten, aber das kann man auch nur erreichen, wenn man einen spürbaren Erfolg hat.
Dazu gehört dann auch, wenn man auf Festivals eingeladen wird, oder auf solche eine Tour wie jetzt gerade, wenn man unterwegs sein kann,  sein Hobby zum Beruf macht und den Traum auch wirklich auslebt. Und das ist natürlich mehr als man je erwartet oder erträumt hätte. Das ist für mich der Erfolg.
Auch zu sagen, da gibt es Leute, die beschäftigen sich richtig mit deiner CD, die lesen deine Texte, hören deine Musik, das ist halt ein geiles Gefühl.

Peggy:
Was passiert in nächster Zukunft?

Andre:
Jetzt kommt natürlich erst mal die Platte, ganz wichtig.. am 24.März ist das offizielle Release -Datum. Natürlich viele Interviews geben, die Platte so gut wie möglich promoten, in dieser Hinsicht haben wir mit Century Media einen wirklich guten Partner der richtig Vollgas gibt. Unser Album kommt zusammen mit der neuen LACUNA COIL raus, da kann man vielleicht ein bisschen was zusammen machen in Sachen Promotion und so, ansonsten touren, touren, touren…
Wir sind halt eine ausgesprochenen Straßenband, wir fliegen auch nach Japan für ein Festival im März, dann auch nach Russland für eine Minitour, was auch eine Premiere ist für deutsche Bands. Da freuen wir uns natürlich schon drauf, obwohl wir noch nicht so recht wissen, was uns dort erwartet. Wir werden auch wieder zurück nach Südamerika gehen, wo wir schon mal für drei Wochen auf Tour waren (Brasilien, Argentinien und Chile) und darauf freuen wir uns schon wahnsinnig, weil das war wirklich eine der besten und größten Erfahrungen die wir je hatten.
Und dann steht die USA an, das ist dann ein ganz großer und wichtiger Punkt, auch für Century Media. Den Markt dort noch zu erschließen, den Markt überhaupt für diese Musikrichtung.

Peggy:
Und dann habt ihr auch bald euer 10-jähriges!

Andre:
Ja!!!
Da müssen wir uns noch was richtig Geiles einfallen lassen (lacht)!

Peggy:
Genau das wollte ich jetzt hören!

Andre:
Ja, das werden wir auf jeden Fall durchziehen…da wird es sicher was Besonderes geben.

Peggy:
Gut, das war’s dann auch, mir bleibt nun nur noch, dir ganz herzlich für das Interview zu danken, es war sehr schön…
Ich bin sehr gespannt auf das Konzert heute Abend, ich wünsch euch viel Spaß heut in Glauchau, und natürlich für den Rest der Tour.

Andre:
Den werden wir sicher haben, wie immer…

Peggy:
Dann auch weiterhin viel Erfolg!

Andre:
Danke! Wir sehen uns…!


Nach dem Interview hatten wir noch ein sehr nettes ausgiebiges Gespräch, bei welchem mir Andre noch so einiges über seine eigenen musikalischen Vorlieben neben der eigenen Band verriet, und mich damit sehr überraschte. Ich musste feststellen, dass diese sich doch sehr mit meinen ähneln. Auch über die momentane „Mode: Schwarz Sein“  plauderten wir, über das noch immer  mangelnde Verständnis und die fehlende Aufklärung der „normalen Leute“ für Gothics und was es bedeutet,  und Andre verriet mir, wie gerne er doch endlich wieder einmal auf’s WGT gehen würde, was er auf Grund des ständigen Tourens nie schafft. Na ja.. vielleicht klappt es ja dieses Jahr, ich drück dir die Daumen! ;-)

Link:
www.maroonhate.com